2025 markiert einen neuen Höhepunkt eines langfristigen Trends: Aus aktiv verwalteten Aktienfonds flossen rund 1 Billion US-Dollar ab. Es ist das elfte Jahr in Folge mit Nettoabflüssen. Parallel verzeichneten allerdings passive Aktien‑ETFs mehr als 600 Milliarden US-Dollar Zuflüsse. Wie Bloomberg Intelligence berichtet.

Eine Entwicklung, die zumindest teilweise auf eine außergewöhnliche Marktkonzentration zurückgeht. Die Gewinne des S&P 500 wurden über weite Strecken von den sogenannten „Magnificent Seven“ getragen, während breit diversifizierte Portfolios zurückblieben.

Der kapitalisierungsgewichtete S&P 500 lag durchgängig vor seiner gleichgewichteten Variante. Wer die großen Tech-Konzerne nicht im Benchmark‑Gewicht hält, geht ein hohes Risiko einer Underperformance ein. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich der Druck auf das aktive Stock‑Picking, zumal 73 % der US‑Aktienfonds ihre Vergleichsindizes verfehlten; die viertschlechteste Quote seit 2007. Die Lücke weitete sich nach April, als handelspolitische Sorgen nachließen und die KI‑getriebene Führungsrolle der großen Tech‑Werte zementiert wurde.

Die Mittelabflüsse verliefen dabei nicht abrupt, sondern schrittweise und bewusst. Viele Anleger zahlten anfangs weiterhin Prämien für differenzierte Portfolios, doch als diese immer wieder daran scheiterten, den Index zu übertreffen, sank die Toleranz für Abweichungen. Der Kosten‑Nutzen‑Vergleich fiel damit immer mehr zugunsten kostengünstiger, passiver Produkte aus.